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Xentral

Amazon FBA und Xentral: Aufträge vom eigenen Versand trennen

Dennis FühnerDennis Fühner · 17. September 2026
Illustration: Amazon FBA und Xentral: Aufträge vom eigenen Versand trennen
KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei FBA übernimmt Amazon den Versand; der ERP-Prozess muss diesen Unterschied abbilden.
  • Xentral empfiehlt in der aktuellen Connect-Dokumentation ein eigenes FBA-Projekt ohne Lagerbuchung.
  • Nachschub, Amazon-Bestand und Rechnungsprozess sind gesondert zu prüfen.

Bei Fulfillment by Amazon, kurz FBA, übernimmt Amazon die Auslieferung an den Kunden. Für Xentral ist deshalb entscheidend, dass ein importierter FBA-Auftrag nicht wie ein Auftrag für das eigene Lager behandelt wird. Die richtige Trennung betrifft Projektzuordnung, Belege und Bestandsverständnis. Dieser Artikel bezieht sich auf die aktuelle Amazon-Connect-Dokumentation.

FBA-Aufträge ausdrücklich auswählen

Im Auftragsworkflow beschreibt Xentral getrennte Schalter für den Import von FBA- und FBM-Aufträgen. Prüfe, welche Prozesse du tatsächlich abbilden möchtest und welche Amazon-Marktplätze dazugehören. Ein erfolgreicher FBM-Import belegt nicht automatisch, dass FBA ebenfalls passend eingerichtet ist.

Wähle für die Abnahme einen eindeutig als FBA erkennbaren Vorgang. Notiere die Amazon-Referenz, den Marktplatz und die erwartete Zuordnung im ERP. Kontrolliere nach dem Import nicht nur die Beträge, sondern auch den Prozess, in dem der Auftrag landet.

Betreibt ihr zusätzlich Eigenversand, trennt diesen vom FBA-Ablauf; dafür gibt es den Leitfaden zu Amazon FBM mit Xentral. Die Regeln für mehrere Lager helfen, Verantwortlichkeiten und Bestände im Gesamtkonzept auseinanderzuhalten.

Eigenes FBA-Projekt verwenden

Die Herstellerdokumentation fordert ein eigenes FBA-Projekt und nennt dafür das Kommissionierverfahren „ohne Lagerbuchung“. Der beschriebene Zweck ist, FBA-Aufträge nicht versehentlich selbst zu versenden und sie passend durch die Auftragsprüfung zu führen. Übernimm diese Vorgabe bewusst in die Projektkonfiguration und prüfe sie mit einem Testauftrag.

Eine klare Bezeichnung und Zuständigkeit helfen zusätzlich im Tagesgeschäft. Das Team sollte erkennen können, warum ein FBA-Vorgang nicht auf dieselbe Pickliste wie eine eigene Versandbestellung gehört. Ein manuell gestarteter Ersatzversand braucht einen eigenen, abgestimmten Prozess.

Amazon-Bestand und Nachschub unterscheiden

Ein Kundenauftrag bei Amazon, ein Warentransport in ein Amazon-Lager und eine Bestandsmeldung sind unterschiedliche Vorgänge. Lege fest, welche Daten ihr im ERP benötigt und aus welcher Quelle sie kommen. Die Existenz eines Auftragsimports ist kein Nachweis für einen vollständigen Abgleich aller FBA-Lagerbewegungen.

  • Welche Menge liegt im eigenen Lager und ist für Nachschub vorgesehen?
  • Welche Ware wurde bereits versandt, aber noch nicht als eingegangen bestätigt?
  • Welche Amazon-Mengen sind tatsächlich verkaufbar?
  • Wie werden Differenzen und Rücksendungen geklärt?
  • Wer prüft die Abweichungen zwischen den beteiligten Übersichten?

Diese Fragen bilden eine fachliche Prüfliste. Welche FBA-Bestandsfunktionen deine konkrete Anbindung unterstützt, muss anhand der aktuellen Funktionsübersicht und eines Tests nachgewiesen werden. Vermische den allgemeinen Bestandsworkflow des Connectors nicht ungeprüft mit sämtlichen FBA-Bewegungen.

Rechnungsprozess passend zu Amazon festlegen

In den Workflows wird der im Seller Central verwendete Amazon-Rechnungsservice berücksichtigt. Stimme diese Auswahl mit dem tatsächlichen Verfahren ab. Belegerstellung und Übertragung dürfen nicht parallel in zwei Lösungen unbeabsichtigt denselben Vorgang bedienen.

Die aktuelle Dokumentation weist beim Aktivieren des Belegworkflows darauf hin, den Belegupload in der bisherigen Schnittstelle zu deaktivieren. Plane eine solche Umstellung mit einem klaren Übergabezeitpunkt und prüfe repräsentative Belege. Die fachliche Rechnungs- und Steuerkonfiguration gehört in die Abstimmung mit eurer Buchhaltung.

Importverzögerungen richtig einordnen

Amazon stellt ergänzende Auftragsinformationen laut Xentral teilweise zeitversetzt bereit. Die dokumentierte Readiness-Prüfung kann auf Nebenberichte warten, etwa für abweichende Rechnungsadressen. Ein Vorgang, der im Seller Central schon sichtbar ist, muss deshalb nicht im selben Moment vollständig in Xentral vorliegen.

Prüfe bei einer Verzögerung zunächst Status und vereinbarte Warteeinstellungen. Für die Gesamtanbindung hilft der Amazon-Überblick. Im Projektbriefing sollten FBA, eigener Versand, Nachschub und Belege als getrennte Arbeitsbereiche beschrieben sein.

Passender Einblick aus einem Kundenprojekt

IDENTIM beschreibt in der veröffentlichten Fallstudie die Verbindung von eigenem Shop, Amazon und B2B über Xentral. Das ist ein passender Multichannel-Kontext; die Fallstudie nennt jedoch kein konkretes FBA-Verfahren und ist deshalb kein Beleg für einzelne FBA-Funktionen.

Quellen und fachlicher Stand

Herstellerdokumentation geprüft am 17. September 2026. Die Empfehlungen zur Projektorganisation sind redaktionelle Empfehlungen von CommerceOS.

Dennis Fühner
Dennis Fühner
Geschäftsführer & Gründer bei CommerceOS

Dennis ist Gründer von CommerceOS (founderlab GmbH) und Xentral Gold Partner. Mit seinem Team hat er über 200 ERP-Projekte für E-Commerce-Brands und Händler umgesetzt.

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Häufige Fragen

Warum brauchen FBA-Aufträge ein eigenes Projekt?

Xentral beschreibt ein eigenes FBA-Projekt mit Kommissionierung ohne Lagerbuchung, damit diese Aufträge nicht versehentlich selbst versendet werden.

Reicht ein aktiver Amazon-Import für FBA?

Prüfe den eigenen FBA-Importschalter, die ausgewählten Marktplätze und die Projektzuordnung. FBM und FBA sind getrennt konfigurierbar.

Ist der FBA-Auftragsimport ein vollständiger Lagerabgleich?

Das lässt sich daraus nicht ableiten. Nachschub, Bestände und Lagerbewegungen benötigen eine gesonderte Prüfung der konkreten Anbindung.

Warum kommt ein Amazon-Auftrag verzögert an?

Die Readiness-Prüfung kann auf ergänzende Amazon-Berichte warten. Prüfe Status und Wartekonfiguration, bevor du einen Fehler annimmst.

Was ist beim Wechsel des Beleguploads wichtig?

Alten und neuen Ablauf eindeutig abgrenzen, parallele Doppelverarbeitung vermeiden und die tatsächlichen Belege im Ziel prüfen.

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