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Schnittstellen

Xentral Amazon Anbindung: Aufträge und Bestände endlich zentral steuern

Dennis FühnerDennis Fühner · 13. Juli 2026
Illustration eines Online-Verkaufskanals mit zwei Wegen der Auftragsabwicklung
KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

Die Amazon-Anbindung führt Bestellungen und Bestände mit Xentral zusammen. Dafür müssen Artikelnummern eindeutig zugeordnet und die Abläufe für FBA und FBM sauber getrennt sein. Erst nach der Einrichtung und Prüfung der Kernprozesse sollte die Anbindung auf weitere Kanäle ausgeweitet werden.

Wenn du auf Amazon verkaufst und gleichzeitig einen eigenen Shop, ein Lager und vielleicht noch weitere Kanäle betreibst, kennst du das Problem: Bestände laufen auseinander, Aufträge müssen manuell übertragen werden, und irgendwann verkaufst du Artikel, die längst weg sind. Genau hier setzt die Xentral Amazon Anbindung an. Sie bringt deine Amazon-Aufträge, Bestände und Versandinfos in ein zentrales ERP-System und sorgt dafür, dass alle Kanäle mit denselben Zahlen arbeiten. In diesem Guide zeigen wir dir als Xentral Gold Partner, was der Amazon-Connector wirklich kann, wie das Setup abläuft und wo die typischen Stolperfallen liegen.

Warum du Amazon mit Xentral verbinden solltest

Amazon ist für viele E-Commerce-Brands der umsatzstärkste Kanal, aber auch der unübersichtlichste. Seller Central liefert dir Aufträge und Auszahlungen, sagt dir aber nichts über deinen tatsächlichen Lagerbestand über alle Kanäle hinweg. Wer parallel noch über einen eigenen Shop oder stationär verkauft, jongliert schnell mit mehreren Bestandsständen gleichzeitig.

Die Amazon ERP Anbindung über Xentral löst genau dieses Problem. Statt in Seller Central zu leben und Daten von Hand zu übertragen, arbeitest du in einem System, das alle Kanäle zusammenführt:

  • Bestände je Versandmodell trennen: Bei FBM kann ein Verkauf den korrekt zugeordneten Eigenlagerbestand verändern, der anschließend an andere Kanäle gemeldet wird. FBA-Aufträge benötigen dagegen ein eigenes Projekt ohne eigene Lagerbuchung. Prüfe Lagerzuordnung und Aktualität für beide Wege.
  • Aufträge passend abwickeln: Amazon-Bestellungen werden je nach Konfiguration in Xentral übernommen. FBM kann den eigenen Kommissionier- und Versandprozess durchlaufen; FBA wird in einem getrennten Projekt ohne eigene Lagerbuchung abgebildet.
  • Weniger manuelle Arbeit: Kein CSV-Export, kein Copy-Paste, keine Zahlendreher. Dein Team kümmert sich um Wachstum statt um Datenpflege.
  • Saubere Zahlen: Umsätze, Gebühren und Bestände laufen in einem System zusammen, was Buchhaltung und Reporting deutlich vereinfacht.

Kurz gesagt: Die Anbindung nimmt dir die Doppelarbeit ab und schließt die Lücke, über die sonst am ehesten Fehler passieren.

Was der Xentral Amazon Connector kann

Der Xentral Amazon Connector ist die Schnittstelle zwischen deinem Amazon-Verkäuferkonto (Seller Central) und Xentral. Er kommuniziert über die offizielle Amazon SP-API und deckt die zentralen Prozesse im Tagesgeschäft ab. Im Kern übernimmt er diese Aufgaben:

  • Auftragsimport: Neue Amazon-Bestellungen werden automatisch als Auftrag in Xentral angelegt, inklusive Kundendaten, Positionen und Lieferadresse.
  • Bestandssynchronisation: Xentral kann verfügbare Mengen an Amazon melden. Der Bestandsabgleich (StockSync) und die Autorisierung laufen laut Xentral-Hilfe derzeit noch über die bisherige Amazon-Schnittstelle, während Amazon Connect Auftrags- und Statusworkflows übernimmt.
  • Versand- und Tracking-Rückmeldung: Sobald ein Auftrag in Xentral versendet ist, werden Versandstatus und Sendungsnummer an Amazon zurückgemeldet, was für die Performance-Kennzahlen deines Seller-Kontos wichtig ist.
  • Belege und Rechnungen: Rechnungen lassen sich in Xentral erzeugen und im Prozess bereitstellen, sodass deine Kunden ordnungsgemäße Belege erhalten.
  • FBA-Handling: Aufträge, die Amazon über Fulfillment by Amazon (FBA) versendet, können importiert und bestandsseitig korrekt behandelt werden, damit dein FBA-Lager sauber abgebildet ist.

Rechnungsservice, Gebühren und Auszahlungsabgleich sind gesondert zu planen. Eine zusätzliche Lösung wie Amainvoice ist nicht für jede Konstellation zwingend erforderlich. Maßgeblich ist der bestätigte Rechnungs- und Abrechnungsweg.

Wichtig zu verstehen: Der Connector bildet nicht jede Amazon-Funktion 1:1 ab. Er konzentriert sich auf die operativen Prozesse, die dein ERP wirklich braucht. Für sehr spezifische Anforderungen (z. B. bestimmte Gebührenverrechnungen oder Sonderfälle bei mehreren Marktplätzen) lohnt sich ein Blick ins Xentral Help Center oder ein Gespräch mit einem Partner, der die Feinheiten kennt.

FBA-Bestände: die Amazon Seller App als kostenpflichtiges Add-on

Wenn du FBA nutzt und die Bestände aus Amazons Logistikzentren in Xentral sehen willst, kommt laut help.xentral.com die Amazon Seller App ins Spiel. Sie ist ein kostenpflichtiges Add-on (laut Xentral Leistungsbeschreibung 04/2026 49 € pro Monat netto) und liefert dir die FBA-Bestandsinformationen direkt ins System. Für die saubere Abbildung legst du dafür ein eigenes Lager namens „Amazon" an, in das diese Bestände einlaufen, und pflegst ein SKU-Mapping zwischen den Amazon-Artikeln und deinen Xentral-Artikeln. Ohne dieses Add-on kannst du FBA-Aufträge zwar importieren, siehst aber die FBA-Lagerbestände nicht automatisiert in Xentral.

Xentral Amazon Anbindung Schritt für Schritt einrichten

Das Setup der Xentral Amazon Schnittstelle folgt einer klaren Logik. Wir beschreiben hier den Ablauf allgemein, weil sich einzelne Menüpunkte je nach Xentral-Version leicht unterscheiden. Die genauen Klickpfade findest du jederzeit aktuell im Xentral Help Center.

1. Amazon-Connector aktivieren

Der Einstieg erfolgt in den Xentral-Systemeinstellungen unter Verkauf, im Bereich Shops beziehungsweise Marktplätze. Dort legst du eine neue Verbindung für Amazon an. Xentral führt dich anschließend durch die Grundkonfiguration des Connectors.

2. Seller-Konto verbinden und SP-API autorisieren

Damit Xentral auf deine Amazon-Daten zugreifen darf, verbindest du dein Amazon-Konto und autorisierst die Verbindung über die Amazon SP-API. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung dazu findest du im Xentral Help Center unter „Connecting the Amazon interface". Dort wird auch erklärt, wo du deine Seller ID findest, die du für die Verbindung brauchst. Anschließend meldest du dich in deinem Amazon-Verkäuferkonto an und bestätigst den Zugriff. Dieser Schritt ist entscheidend: Ohne saubere Autorisierung kann kein Auftrag importiert und kein Bestand zurückgemeldet werden. Achte darauf, dass du die Autorisierung mit dem richtigen Marktplatz und der richtigen Region durchführst.

Plane getrennte Zuordnungen für FBA und FBM anhand der Dokumentation des tatsächlich verwendeten Connectors.

3. Artikel und SKUs mappen

Jetzt kommt das SKU-Mapping: Für Amazon Connect muss die Seller-SKU dem richtigen Xentral-Artikel und dem jeweiligen Amazon-Shop eindeutig zugeordnet sein. Für den Bestandsabgleich ist eine aktive, shopbezogene Fremdnummer vom Typ SKU_FBM beziehungsweise SKU_FBA erforderlich. Identische interne Artikelnummern können beim Auftragsimport als letzter Fallback dienen, ersetzen dieses Mapping für den Bestandsabgleich aber nicht.

Pflege die Amazon-Seller-SKU deshalb als aktive Fremdnummer am Xentral-Artikel und verknüpfe sie mit dem richtigen Shop und Typ für FBM oder FBA. Prüfe vor dem Start sowohl den Auftragsimport als auch den Bestandsabgleich mit konkreten Testartikeln. Die Xentral-Hilfe zur Connect-Schnittstelle beschreibt die unterschiedlichen Zuordnungsregeln.

4. Lager und FBA-Lager konfigurieren

Lege fest, aus welchem Lager Bestände an Amazon gemeldet werden. Wenn du sowohl selbst versendest (FBM) als auch FBA nutzt, richtest du in Xentral idealerweise ein separates FBA-Lager ein. Für die FBA-Bestände aus der Amazon Seller App legst du dazu, wie oben beschrieben, ein eigenes Lager namens „Amazon" an. So bleiben eigener Lagerbestand und der Bestand in Amazons Logistikzentren sauber getrennt und du meldest an Amazon nur die Mengen, die wirklich für den jeweiligen Versandweg verfügbar sind.

5. Testlauf mit echten Daten

Bevor du scharf schaltest, machst du einen Testlauf. Nutze einen abgestimmten Testweg ohne unbeabsichtigte echte Lieferung und prüfe, ob Positionen und Adressen korrekt ankommen, versende einen Testauftrag und kontrolliere, ob Tracking und Bestandsrückmeldung sauber bei Amazon landen. Erst wenn dieser Durchlauf stimmt, solltest du den vollen Betrieb aktivieren. Dieser Testlauf spart dir später viel Ärger.

FBA vs. FBM in Xentral: der wichtige Unterschied

Bei der Xentral FBA Abbildung lohnt sich ein genauer Blick, denn FBA und FBM funktionieren logistisch völlig unterschiedlich und müssen im ERP entsprechend behandelt werden.

FBM (Fulfillment by Merchant): Du versendest selbst. Diese Aufträge durchlaufen in Xentral den kompletten Prozess: Auftrag anlegen, kommissionieren, Versandlabel, Tracking zurückmelden. Hier arbeitet Xentral wie bei jedem anderen Kanal auch, und dein normaler Lagerbestand wird belastet.

FBA (Fulfillment by Amazon): Amazon lagert deine Ware und übernimmt Versand und Retouren. Diese Aufträge werden zwar in Xentral importiert, aber der Versandprozess läuft nicht über dein Lager. Deshalb ist es wichtig, den FBA-Bestand separat zu führen und die Aufträge so zu behandeln, dass sie deinen eigenen Lagerbestand nicht fälschlich reduzieren. In der Praxis bildet man FBA über ein eigenes Lager oder einen eigenen Prozess ab, damit Reporting und Bestände stimmig bleiben.

Die saubere Trennung von FBA und FBM ist kein Nice-to-have, sondern die Grundlage dafür, dass deine Bestandszahlen belastbar sind. Wer beides in einen Topf wirft, bekommt früher oder später Bestandsdifferenzen, die schwer aufzulösen sind.

Ein Kostenpunkt, den viele nicht auf dem Schirm haben: Laut Xentral-Leistungsbeschreibung 04/2026 sind als FBA über den Amazon-Shopimport identifizierte Aufträge in Business, Pro und Scale kostenfrei und zählen nicht in die Auftrags-Freigrenzen. Im Starter-Paket zählen diese Aufträge mit ins Auftragskontingent. Prüfe die korrekte Identifikation in eurer Konfiguration. Gerade bei hohem FBA-Volumen ist das ein relevanter Faktor bei der Tarifwahl.

Typische Stolperfallen bei der Amazon ERP Anbindung

Für die Abnahme der Amazon-ERP-Anbindung sind folgende Prüffelder sinnvoll. Wenn du diese von Anfang an im Blick hast, sparst du dir viel Nacharbeit:

  • Uneinheitliches SKU-Mapping: Weicht die SKU in Xentral von der in Amazon ab, werden Aufträge nicht korrekt zugeordnet oder Bestände falsch gemeldet. Eine saubere, konsistente SKU-Systematik ist die halbe Miete.
  • Gebühren und Verrechnung: Amazon zieht Verkaufsgebühren, FBA-Gebühren und weitere Kosten direkt ab. Diese Beträge müssen in der Buchhaltung korrekt abgebildet werden, sonst stimmen deine Auswertungen nicht. Als Grundlage dienen die Amazon Payment Reports aus deinem Business-Konto; der Rechnungsweg richtet sich nach dem gewählten Service. Kläre früh, wie Auszahlungen und Gebühren in deinem Prozess verbucht werden.
  • Fehlende oder doppelte Fremdnummern: Werden die externen Amazon-SKUs nicht sauber als Fremdnummern am Xentral-Artikel hinterlegt, findet der Connector keine eindeutige Zuordnung. Das ist laut help.xentral.com eine der typischen Stolperfallen und hängt direkt mit dem SKU-Mapping zusammen.
  • Mehrere Marketplaces und Länder: Verkaufst du auf Amazon.de, .fr, .it und Co., kommen unterschiedliche Währungen, Steuersätze und teils eigene Lager ins Spiel. Jeder Marktplatz will sauber konfiguriert sein, sonst entstehen Zuordnungs- und Steuerfehler.
  • Überverkäufe durch Sync-Verzögerung: Wenn Bestände nicht in sinnvollen Abständen synchronisiert werden, kann es zu Übersynchronisierung oder verspäteten Meldungen kommen. Wichtig ist, dass die Bestandslogik zu deinem Verkaufsvolumen passt.
  • Retouren und Stornos: Amazon-Retouren müssen im ERP nachvollziehbar bleiben, gerade bei FBA. Definiere von Anfang an, wie Rücksendungen erfasst und bestandsseitig verbucht werden.

Keine dieser Fallen ist unlösbar. Aber sie zeigen, warum ein durchdachtes Setup den Unterschied macht zwischen einer Anbindung, die läuft, und einer, die dir täglich neue Baustellen beschert.

Multichannel: Amazon ist nur der Anfang

Die Stärke von Xentral zeigt sich richtig, wenn du mehr als einen Kanal betreibst. Amazon lässt sich problemlos mit weiteren Verkaufskanälen kombinieren, sodass alle Bestellungen und Bestände in einem System zusammenlaufen. Besonders häufig sehen wir die Kombination aus Amazon und einem eigenen Shopify-Store. Wie das im Detail funktioniert, liest du in unserem Guide zur Xentral Shopify Anbindung.

Der große Vorteil: Egal ob eine Bestellung über Amazon, deinen Shop oder einen weiteren Marktplatz reinkommt, sie durchläuft denselben zentralen Prozess. Ein Bestand, ein Auftragsworkflow, ein Reporting. Genau das brauchen wachsende Brands, um nicht in Insellösungen zu ersticken. Mehr dazu, wie Xentral speziell für skalierende Marken funktioniert, findest du in unserem Beitrag Xentral für E-Commerce-Brands.

Für die Detailplanung unterscheiden wir Amazon FBA mit Xentral und Amazon FBM mit Xentral. Die getrennten Leitfäden helfen dir, Verantwortung für Bestand und Versand je Prozess festzulegen.

Wann sich eine Agentur lohnt

Die Grundverbindung von Xentral Amazon kannst du mit etwas Einarbeitung selbst herstellen. Sobald es aber komplexer wird, spart eine erfahrene Agentur mehr Zeit und Geld, als sie kostet. Sinnvoll ist externe Unterstützung typischerweise, wenn:

  • du mehrere Marktplätze und Länder mit unterschiedlichen Steuer- und Lagerlogiken abbildest,
  • FBA und FBM sauber getrennt und mit deiner Buchhaltung verzahnt werden müssen,
  • du Amazon parallel zu Shop und weiteren Kanälen in einem stabilen Multichannel-Setup betreiben willst,
  • oder dein Umsatz so hoch ist, dass Fehler bei Bestand und Gebühren richtig teuer werden.

Als CommerceOS, Marke der founderlab GmbH aus Nordhorn und Xentral Gold Partner, haben wir über 200 ERP-Projekte umgesetzt und betreuen täglich mehr als 1.000 Nutzer. Wir begleiten E-Commerce-Brands und Händler unterschiedlicher Größe. Auch Vorhaben von Unternehmen mit rund 200 Millionen Euro Jahresumsatz prüfen wir, wenn Anforderungen und Kapazität passen. Marken wie Chiemgaukorn, Rocka Nutrition und Green Me Up vertrauen auf unsere Begleitung.

Wir starten mit einem kostenlosen Erstgespräch. Dort klären wir deine Ausgangslage und ob Xentral und CommerceOS zu dir passen. Ein vollständiges Audit ist damit noch nicht verbunden. Wenn wir zusammenarbeiten, nehmen wir deine Prozesse auf, definieren die Anforderungen und setzen die Anbindung kontrolliert um. Danach unterstützen wir bei Betreuung und Weiterentwicklung. Mehr dazu auf der Seite zum ERP-Erstgespräch.

Den aktuellen Connect-Ablauf von älteren Anleitungen trennen

Verwende die Amazon-Workflow-Dokumentation für die tatsächlich eingesetzte Anbindung. Alte Subshop- oder Importer-Anleitungen sind nicht automatisch die richtige Grundlage für einen aktuellen Connect-Workflow. Notiere Connector-Generation, Marketplace und Versandmodell im Einrichtungsprotokoll.

Bei FBA beschreibt die Dokumentation ein eigenes Projekt ohne Lagerbuchung. Bei FBM werden andere operative Schritte benötigt. Die Zuordnung muss deshalb vor dem ersten vollständigen Test feststehen, damit ein importierter FBA-Auftrag nicht versehentlich den eigenen Versandprozess auslöst.

Rechnungsservice und ERP-Belegkette gemeinsam entscheiden

Die konkrete Rechnungserstellung hängt vom gewählten Amazon-Rechnungsservice ab. Prüfe, wer die Rechnung erstellt, welche Daten importiert und welche Dokumente gegebenenfalls übertragen werden. Eine zusätzlich eingesetzte Rechnungssoftware ist eine mögliche Konstellation und keine allgemeine Voraussetzung für jeden Amazon-Connector.

Unsere Empfehlung ist eine Belegmatrix für normale Bestellung, Storno und Erstattung. Jede Zeile benennt das führende System und den erwarteten Beleg. So lässt sich vermeiden, dass derselbe Verkauf in zwei Wegen unabhängig fakturiert wird.

Verzögerte Zusatzinformationen nicht durch Doppelimporte umgehen

Die Herstelleranleitung beschreibt für bestimmte Zusatzinformationen eine Abhängigkeit von Amazon-Berichten und entsprechende Warteoptionen. Ein früh sichtbarer Auftrag kann deshalb noch nicht alle später verfügbaren Informationen enthalten. Prüfe die eingestellte Wartezeit und den letzten Verarbeitungsschritt, bevor du denselben Vorgang erneut anlegst.

Für einen Fehlerfall helfen Amazon-Referenz, Xentral-Referenz, Marketplace, FBA/FBM-Kennzeichnung und Zeitpunkt. Eine pauschale Meldung „Amazon funktioniert nicht“ lässt offen, ob Import, Zuordnung, Belegverarbeitung oder Tracking betroffen ist.

Ein Pilot für beide Versandmodelle

  • Ein FBA-Auftrag landet im vorgesehenen Prozess ohne eigene Lagerentnahme.
  • Ein FBM-Auftrag durchläuft die vereinbarte Lager- und Versandbearbeitung.
  • Artikelkennungen und Mengen stimmen in beiden Fällen.
  • Der gewünschte Rechnungsweg erzeugt keine unbeabsichtigten Dubletten.
  • Tracking und Status erreichen im erforderlichen Fall den richtigen Marketplace.
  • Storno beziehungsweise Erstattung werden im vereinbarten Ablauf nachvollzogen.

Die Detailleitfäden zu FBA und FBM ergänzen die jeweiligen Schritte. Betrachte Gebühren- und Auszahlungsabgleich als eigenen Finanzprozess; eine richtige Bestellung bestätigt noch keine richtige Verbuchung der Auszahlung.

Quellen und fachlicher Stand

Die für StockSync und FBA verlinkten Herstelleranleitungen wurden am 26. September 2026 geprüft; die übrigen verlinkten Anleitungen zuletzt am 17. September 2026. Die Abnahmevorschläge sind redaktionelle Empfehlungen. Der konkrete Leistungsumfang ist anhand der eingesetzten Anbindung zu prüfen.

Dennis Fühner
Dennis Fühner
Geschäftsführer & Gründer bei CommerceOS

Dennis ist Gründer von CommerceOS (founderlab GmbH) und Xentral Gold Partner. Mit seinem Team hat er über 200 ERP-Projekte für E-Commerce-Brands und Händler umgesetzt.

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Häufige Fragen zur Xentral Amazon Anbindung

Ist der Xentral Amazon Connector Teil des Systems oder ein Zusatz?

Die Amazon-Anbindung erfolgt über einen Connector, den du in den Xentral-Systemeinstellungen unter Verkauf im Bereich Shops beziehungsweise Marktplätze aktivierst. Ob und in welchem Umfang der Connector in deinem Tarif enthalten ist, hängt von deiner Xentral-Lizenz ab. Die aktuellen Details findest du in den Xentral-Unterlagen zu deinem Paket. Im kostenlosen Erstgespräch können wir klären, welche Amazon-Abläufe du tatsächlich brauchst; es ist noch kein vollständiges Audit.

Kann ich mit Xentral sowohl FBA als auch FBM abbilden?

Ja. Xentral kann selbst versendete Aufträge (FBM) im vollen Prozess abwickeln und FBA-Aufträge importieren. Wichtig ist, dass du den FBA-Bestand separat führst, damit dein eigener Lagerbestand nicht fälschlich reduziert wird und dein Reporting stimmt.

Wie oft werden Bestände zwischen Xentral und Amazon synchronisiert?

Der Bestandsabgleich (StockSync) und die Amazon-Autorisierung laufen laut Xentral derzeit noch über die bisherige Amazon-Schnittstelle, nicht über Amazon Connect. Prüfe dort die Konfiguration und Aktualität; für kritische Artikel solltest du Bestandswert und Übertragungszeit testen.

Was ist die häufigste Fehlerquelle bei der Xentral Amazon Anbindung?

Prüfe insbesondere die eindeutige Zuordnung von Amazon-SKU und Xentral-Artikel. Die Nummern müssen nicht identisch sein, wenn eine passende Fremdnummern-Zuordnung eingerichtet ist. Welche Ursache im Einzelfall vorliegt, zeigt die konkrete Fehlermeldung.

Kann ich mehrere Amazon-Marktplätze und Länder anbinden?

Ja, Xentral kann mehrere Amazon-Marketplaces abbilden. Bei mehreren Ländern kommen allerdings unterschiedliche Währungen, Steuersätze und teils eigene Lager ins Spiel, die sauber konfiguriert werden müssen. Genau hier lohnt sich eine erfahrene Begleitung, damit keine Steuer- oder Zuordnungsfehler entstehen.

Was kostet die FBA-Anbindung in Xentral?

Für FBA-Bestandsinformationen brauchst du die Amazon Seller App als kostenpflichtiges Add-on (laut Xentral-Leistungsbeschreibung 04/2026 49 € pro Monat netto). Als FBA über den Amazon-Shopimport identifizierte Aufträge zählen in Business, Pro und Scale nicht zur Auftrags-Freigrenze und sind dort kostenfrei; im Starter-Paket zählen sie mit. Prüfe die Bedingungen eures Vertrags.

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