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Xentral

Mehrere Lager mit Xentral steuern: Verfügbarkeit und Übergaben klären

Dennis FühnerDennis Fühner · 17. September 2026
Illustration: Mehrere Lager mit Xentral steuern: Verfügbarkeit und Übergaben klären
KI-generiertes Bild

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehrere Lager brauchen klare Aufgaben und eindeutige Platzkennungen.
  • Unternehmensbestand ist nicht automatisch an jedem Standort versandbereit.
  • Shop-Meldungen, Umlagerungen und Nachschub müssen dieselben fachlichen Regeln verwenden.

Mit mehreren Lagern wird aus einer einfachen Bestandszahl eine Frage der Verfügbarkeit am richtigen Ort. Ware in einer Filiale, im Versandlager oder beim Dienstleister kann unterschiedliche Aufgaben haben. Xentral bildet Lager und darunterliegende Plätze ab; die Regeln für Verkauf und Belieferung müssen passend dazu eingerichtet werden.

Jedes Lager mit einer Aufgabe verbinden

Lege fest, welche Standorte oder Bereiche separat geführt werden und warum. Eine räumliche Trennung ist ein möglicher Grund. Ebenso relevant sind Zuständigkeiten, Prozesse und die Frage, welche Aufträge aus welchem Bestand bedient werden dürfen.

Verwende eindeutige Bezeichnungen für Lager und Plätze. Das Team sollte auch bei standortübergreifenden Rückfragen erkennen können, welcher Ort gemeint ist. Dokumentiere, wer neue Plätze anlegt und wie Änderungen an die betroffenen Bereiche weitergegeben werden.

Plane jeden Standort auf Grundlage einer nachvollziehbaren Lagerstruktur. Wenn ein Dienstleister hinzukommt oder ersetzt wird, beachte zusätzlich die Übergabeschritte beim 3PL-Wechsel mit Xentral.

Bestand und Versandbereitschaft unterscheiden

Die Herstelleranleitung beschreibt verschiedene Lagertypen. Nachschublagerplätze können Bestand enthalten, der nicht unmittelbar für die Kommissionierung verwendet wird. Erst die passende Umlagerung in den Versandbereich macht die Ware dort nutzbar. Sperrplätze dienen wiederum anderen Zwecken als normale Versandplätze.

Ändere Lagertypen nicht beiläufig, um eine Anzeige zu beeinflussen. Bei der Umstellung auf Verbrauchslagerplatz warnt Xentral ausdrücklich vor einer unwiderruflichen Entfernung vorhandener Bestände aus der Bestandsführung. Solche Änderungen brauchen eine vorherige Bestands- und Prozessprüfung.

Die Verkaufskanäle bewusst versorgen

Bei Shopify Connect beschreibt Xentral die Auswahl von Lagern für die Bestandsmeldung und zusätzliche Berechnungsoptionen. Prüfe, ob der Shop die Summe genau derjenigen Lager erhält, aus denen ihr den jeweiligen Verkauf tatsächlich erfüllen könnt.

Ein redaktionelles Beispiel: Ein Artikel liegt in einer Filiale, wird online aber ausschließlich aus dem Versandlager geliefert. Ob der Filialbestand online angeboten werden darf, hängt davon ab, ob ein verlässlicher Transfer oder ein eigener Versandweg besteht. Die bloße Sichtbarkeit im ERP beantwortet diese Frage nicht.

Umlagerungen als Übergabe organisieren

Für Bewegungen zwischen Standorten muss klar sein, wann Ware den Ausgangsort verlässt und wann sie am Ziel bestätigt verfügbar ist. Legt fest, wie Transport, Abweichungen und ungeklärte Mengen dokumentiert werden. Ein digital umgebuchter Bestand darf nicht mit sofortiger physischer Ankunft verwechselt werden.

  • Ausgangs- und Zielort eindeutig bestimmen.
  • Artikel und Menge vor dem Transport prüfen.
  • Zuständigkeit während der Übergabe festlegen.
  • Eingang am Ziel kontrollieren.
  • Abweichungen vor weiterer Verwendung klären.

Die konkrete technische Umsetzung muss zu eurem Transport- und Buchungsprozess passen. Prüft sie mit einer repräsentativen Umlagerung, bevor mehrere Standorte gleichzeitig umgestellt werden.

Standortübergreifend abnehmen

Teste einen normalen Versandauftrag, einen Nachschubfall und eine Umlagerung mit anschließendem Verkauf. Vergleiche die Mengen in den beteiligten Lagern und im Verkaufskanal. Ergänze einen Fall, in dem Ware gesperrt oder noch unterwegs ist.

Der Fulfillment-Leitfaden hilft bei externen Standorten. Für die Planung sind eure Lageraufgaben, Versandzusagen und Transportwege wichtiger als eine reine Liste von Standortnamen.

Passender Einblick aus einem Kundenprojekt

Die verlinkte Fallstudie reitstiefel.shop beschreibt die Verbindung mehrerer Standorte mit dem zentralen Versand und dem Onlineshop. Dieser Kontext zeigt die Bedeutung einer gemeinsamen Planung von Artikel- und Lagerprozessen.

Quellen und fachlicher Stand

Herstellerdokumentation geprüft am 17. September 2026. Die Empfehlungen zur Projektorganisation sind redaktionelle Empfehlungen von CommerceOS.

Dennis Fühner
Dennis Fühner
Geschäftsführer & Gründer bei CommerceOS

Dennis ist Gründer von CommerceOS (founderlab GmbH) und Xentral Gold Partner. Mit seinem Team hat er über 200 ERP-Projekte für E-Commerce-Brands und Händler umgesetzt.

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Häufige Fragen

Kann ich den Gesamtbestand einfach an jeden Shop melden?

Nur wenn diese Mengen für den jeweiligen Verkaufsprozess tatsächlich nutzbar sind. Prüfe Lagerauswahl, Transferwege und Berechnungsregeln.

Ist Nachschubbestand sofort kommissionierbar?

Die Herstelleranleitung beschreibt Nachschublagerplätze als nicht direkt für die Kommissionierung verwendbar. Die Ware muss passend umgelagert werden.

Warum sind Umlagerungen ein eigener Prozess?

Weil digitaler Ausgang, Transport und bestätigter Eingang nicht zwingend gleichzeitig stattfinden.

Kann ich Lagertypen beliebig wechseln?

Nein. Insbesondere beim Verbrauchslagerplatz warnt Xentral vor unwiderruflichen Auswirkungen auf vorhandene Bestände.

Welche Tests gehören zur Einführung?

Versand, Nachschub, Umlagerung und anschließend die tatsächliche Bestandsmeldung an die betroffenen Verkaufskanäle.

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