Das Wichtigste in Kürze
- Offene Aufträge, Reservierungen und freigegebene Bestellungen beeinflussen den Vorschlag.
- Die Lieferzeit wird in der Übersicht fehlender Artikel nicht in die Bedarfsplanung einbezogen.
- Prüfe Datenbasis und Vorschlagsmenge an einem einzelnen Artikel, bevor du breit bestellst.
Der Xentral-Bestellvorschlag unterstützt die Entscheidung, welche Artikel bei einem Lieferanten nachbestellt werden sollten. Wenn eine Menge überraschend hoch oder niedrig ausfällt, lohnt sich zuerst ein Blick auf die Berechnungsgrundlage. Ein Vorschlag ist nur so nachvollziehbar wie die Bestände und offenen Vorgänge, aus denen er entsteht.
Voraussetzungen am Artikel prüfen
Die Herstelleranleitung nennt für den schnellen Bestellvorschlag einen Lieferanten mit entsprechender Rolle und Artikel mit hinterlegtem Einkaufspreis für diesen Lieferanten. Außerdem muss es sich um Lagerartikel handeln. Eine reine Hauptlieferantenzuordnung ohne Einkaufspreis reicht nach der beschriebenen Logik nicht aus.
Prüfe diese Angaben an einem konkreten Artikel, der im Vorschlag fehlt. Kontrolliere auch, ob du den erwarteten Lieferanten ausgewählt hast. Die öffentliche Paketübersicht führt den Bestellvorschlag unter Pro; prüfe die Freischaltung anhand eures Vertrags.
Ordne den Vorschlag in euren gesamten Einkaufsprozess ein. Stimmen die Ausgangsmengen nicht, untersuche zuerst die Bestandsdifferenzen, statt daraus ungeprüft neue Bestellungen abzuleiten.
Offene Vorgänge als Bedarfsquelle verstehen
Xentral berücksichtigt offene Kundenaufträge und Reservierungen sowie freigegebene Bestellungen beim Lieferanten. Auch ältere offene Kundenaufträge können in die Berechnung eingehen. Deshalb sollte vor einer größeren Nachbestellung geklärt sein, welche Vorgänge noch tatsächlich benötigt werden.
Unterscheide fachlich überholte Aufträge von realem, noch nicht erfülltem Bedarf. Ein Vorgang darf nicht allein deshalb verschwinden, weil er die Vorschlagsmenge erhöht. Kläre den Status mit dem zuständigen Bereich und dokumentiere eine notwendige Korrektur.
Mindestmengen und Lagerarten einbeziehen
Die Oberfläche zeigt unter anderem Mindestbestell- und Mindestlagermengen sowie Mengen im Auftrag und in Bestellung. Prüfe, welche dieser Werte den Vorschlag erklären. Ware auf Sperrlagerplätzen wird laut Dokumentation nicht in der Spalte Nachbestellen berücksichtigt.
Ein redaktionelles Prüfszenario: Ein Artikel besitzt ausreichend Gesamtbestand, ein Teil liegt jedoch gesperrt. Die Gesamtzahl allein erklärt dann nicht, welche Menge für die Planung verwendet werden kann. Vergleiche den Vorschlag mit den relevanten Teilmengen und der konkreten Konfiguration.
Lieferzeit nicht mit berechneter Reichweite verwechseln
Die Herstellerhilfe nennt eine wichtige Grenze für die Übersicht fehlender Artikel: Die Lieferzeit aus den Stammdaten wird angezeigt, aber nicht für die dortige Bedarfsplanung berücksichtigt. Eine sichtbare Lieferzeit bedeutet somit nicht, dass der Vorschlag automatisch den optimalen Bestelltermin bestimmt.
Prüfe lange Beschaffungszeiten, saisonale Spitzen und bereits bekannte Sonderbedarfe zusätzlich. Die Wahl eines historischen Betrachtungszeitraums kann Durchschnittsmengen liefern, ersetzt aber keine Bewertung außergewöhnlicher Ereignisse. Halte fest, welche Annahmen die Person im Einkauf zusätzlich einbezieht.
Abweichungen mit einer einfachen Prüfrechnung klären
Wähle einen Artikel und notiere die angezeigten Bestände, offenen Mengen, Mindestwerte und freigegebenen Bestellungen. Ergänze den gewählten Betrachtungszeitraum. Vergleiche anschließend die vorgeschlagene Nachbestellung mit eurer fachlichen Erwartung.
- Lieferant und Einkaufspreis kontrollieren.
- Offene Aufträge und Reservierungen erklären.
- Bereits bestellte Mengen berücksichtigen.
- Sperrbestand und Mindestwerte prüfen.
- Lieferzeit und besondere Nachfrage gesondert beurteilen.
Wenn die Abweichung bleibt, kann dieser vollständige Einzelfall gezielt analysiert werden. Der Betreuungsleitfaden zeigt, welche Informationen für eine wirksame Unterstützung hilfreich sind.
Quellen und fachlicher Stand
Herstellerdokumentation geprüft am 17. September 2026. Die Empfehlungen zur Projektorganisation sind redaktionelle Empfehlungen von CommerceOS.
Häufige Fragen
Warum fehlt ein Artikel im Bestellvorschlag?
Prüfe Lieferantenrolle, Einkaufspreis für den gewählten Lieferanten und Lagerartikel-Einstellung sowie die konkrete Auswahl.
Zählen alte offene Kundenaufträge mit?
Ja. Die Dokumentation nennt auch länger zurückliegende offene Aufträge als Bestandteil der Berechnung.
Wird gesperrte Ware berücksichtigt?
Für die Spalte Nachbestellen nennt Xentral ausdrücklich den Ausschluss von Ware auf Sperrlagerplätzen.
Plant die Übersicht automatisch mit der Lieferzeit?
Für die Übersicht fehlender Artikel verneint die Herstellerhilfe das. Die Lieferzeit wird dort angezeigt, aber nicht in die Bedarfsplanung einbezogen.
Wie untersuche ich eine unerwartete Menge?
An einem Artikel alle angezeigten Mengen, Mindestwerte, offenen Vorgänge und den Betrachtungszeitraum zusammenstellen und mit der fachlichen Erwartung abgleichen.
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